Kira Claudi sorgt auch in Schweden für Furore

26.08.2015 06:46

Kira Claudi sorgt auch in Schweden für Furore

Rollskiass gewinnt Gold und Silber beim Alliansloppet

Kira Claudi vom LBC Banfetal kehrt mit zwei Medaillen im Gepäck vom größten schwedischen Rollski-Event in Trollhättan zurück.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die junge Deutsche bei diesem Wettbewerb für Aufsehen gesorgt und einen Doppelsieg in der Juniorinnenklasse gefeiert.  Und auch bei ihrem ersten Start in der Frauenklasse wusste das Aushängeschild des Deutschen Skiverbandes zu überzeugen und sorgte mit ihrem sensationellen Sieg beim 550 Meter Bergsprint für Furore.

Auf dieser Distanz wurden ihr von den anwesenden Skilangläuferinnen nur Außenseiterchancen zugerechnet, doch Kira Claudi lief hochmotiviert und durch die Begleitung eines Kamerateams überaus beflügelt in konstant hohem Tempo den Berg hinauf. Die mehr als tausend Zuschauer spürten, dass sich hier eine Sensation anbahnte, denn Claudi lag bereits nach 300 Metern deutlich vor den vor ihr gestarteten Juniorenläuferinnen. Die 20-jährige Wittgensteinerin, die als erste Dame in das Rennen gegangen war, lief ein wahnsinniges Rennen und überquerte in 1:31 Minuten die Ziellinie. Dabei verbesserte sie ihre eigene Bestzeit aus dem letzten Jahr um elf Sekunden und lag nur fünf Sekunden über dem Streckenrekord der schwedischen Weltklasseskilangläuferin Ida Ingemarsdotter aus dem Jahre 2013. Keine nachfolgende Läuferin konnte diese Zeit mehr toppen und so war die Sensation perfekt: Kira Claudi wird zur Bergkönigin beim Alliansloppet 2015 gekürt und reiht sich mit dieser Zeit als Dritte in die Hall of Fame der letzten Jahre ein. Bemerkenswert ist, dass sie dabei viele namenhafte Skilangläuferinnen hinter sich lässt.

Einige Stunden zuvor war das Rollskiass in ihrer Paradedisziplin, dem 150 Meter Sprint, an den Start gegangen. Hier setzte sie gleich mit der schnellsten Prologzeit ein Zeichen und dominierte die folgenden Finalläufe. Marika Sundin, die  Führende der schwedischen Rollskitour, lag bereits eine Zehntelsekunde hinter der deutschen Sprinterin und rechnete sich im Finale keine großen Chancen auf einen Sieg aus. Kira Claudi erwischte zwar keinen besonders guten Start, beherrschte allerdings das Rennen bis kurz vor dem Ziel, ehe ihr ein kleiner Patzer zum Verhängnis wurde, die sicher geglaubte Goldmedaille an Sundin abtreten und sich mit Silber zufrieden geben musste.

 

 

 

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